Die Fee

Wenn wir an eine Fee denken, stellen wir uns darunter oft ein zartes geflügeltes weibliches Wesen vor, das neckisch mit uns Menschen spielt. Doch ist es wirklich so… wer weiß, wer weiß …. 😉 ?

Derjenige, der sie schon mal „gesehen“ hat. Aber selbst da kann man nicht sicher sein.

Schauen wir uns doch mal die kulturellen Hintergründe des Feenglaubens an. Während es in Irland sogar heutzutage noch eine offizielle Feenbeauftragte im Parlament gibt  gab es hierzulande kaum Märchen und Mythen in denen eine Fee die tragende Rolle spielt.
Das Wort Fee stammt aus dem französisch, als erstes erscheint der Begriff in altfranzösischen und mittelhochdeutsche höfische Dichtung des 12. – 17. Jahrhundert und bedeutet dort einfach Naturgeist. Es kann also alles mögliche sein.

Ursprünglich entstand das Wort Fee/Fei wohl aus Fatum,  dem lateinisch Wort für Schicksal. (Wobei ich das recht weit gedehnt finde) Eine frühere Art der Feen waren demnach eher die keltisch-romanisch Schicksalsgöttinen.
Die germanischen Nornen (Disen) oder die griechisch-römischen Moiren und Parzen und auch die keltischen Matres oder Matronae galten demnach als Feen. Sie traten meistens in Dreiergruppen auf, die sowohl bei einer Geburt oder auch dem Tod wirken. Sie wissen über die Vergangenheit Bescheid, sie gestalten die Gegenwart und legen die Zukunft fest. So eine Fee finden wir z.B. in dem Märchen von Aschenputtel.

Aber auch die Frau Holle hat diese Eigenschaften. In der heimischen Geschichten finden wir sie als  „Frau Gode“und ähnliche ortstypische Bezeichnungen. Sie helfen den Menschen und verleihen Haus und Hof Wohlergehen, bestrafen aber auch Undankbare.

Selbst Tinkerbell, die kleine Fee aus der Geschichte von Peter Pan, ist nicht immer nur „nett“, sondern kann auch ganz schön biestig werden.

Die uns heute bekanntes Fee dürfte Morgane le Fay aus der Artussage sein. In der keltisch-irischen Mythologie, welche den Elementargeistern sehr verbunden waren, gibt es viele Mythen um die Feen. Wobei sie hier Wesen aus anderen Welten sind, die auf den Inseln der Anderwelt lebten, aber dennoch an manchen Tagen Kontakt zur Menschenwelt suchten.
Die Liebe zwischen Feen und Menschen wird hier oft besungen und auch die Vorstellung, das Feen ihren Held in ihr Reich locken, aus dem er zeitlebens nicht mehr zurückkehren kann, da die Zeit in der Anderwelt anders  verläuft.

 

 

Wobei wir hier zwischen Feen, Elementargeistern, Elfen und anderen Naturgeistern unterscheiden müssen.

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