Immram, die Reise

In vielen walisischen Geschichten und irischen Mythen die von den Christlichen Mönchen aufgeschrieben und so überlieferten wurden, finden wir Beschreibungen von ungewöhnlichen Reisen. Leider ist das Orgnial Manuskript, das Lebor Dromma Snechta („Das Buch von Druim Snechta“) verschollen, es wiederholen sich aber Hinweise auf diese Geschichten in jüngeren Aufzeichnungen.

Einer der bekanntesten, weil die älteste erhaltene, ist Brans Seefahrt (Immram Brain). Wie alle diese sonderbaren Reisen führt sie den Held, Bran mac Febail, in eine wundersame Welt. In der Zeit und Raum außer Kraft gesetzt zu sein scheinen.

Unser Held bekommt Besuch von einer Frau aus der Anderen Welt. In ihrem Besitz befindet sich eine silbernen Zweig der wunderbare Musik ertönen lässt. Dieser Zweig stammt vom einem Apfelbaum aus dem Land Emain Ablach, einer paradiesischen Insel. Bran bereitet eine Reise vor, um diese Insel zu finden. Er sucht sich 3 x 9 Männer und macht sich mit ihnen auf den Weg. Dabei erlebt er allerlei merkwürdige Dinge. Finden Paradische Inseln der Glückseligkeit und ein Land welches nur von Frauen bevölkert ist. Auf dieser vergessen sie die Zeit, welche auf der realen Ebene schnell vergeht.  Er versucht zurück zu kehren, kann aber die Welt der Lebenden nicht mehr betreten, ohne zu Staub zu zerfallen, so das er sich auf weitere Reisen begibt.

Wie damals üblich wurden die Texte an die christlichen Vorstellungen angepasst, aber dennoch finden wir viel Ursprüngliches in ihnen. Es gibt noch viele  andere in dieser Form z.B. Immram Curaig Maíle Dúin („Die Fahrt des Bootes von Máel Dúin“) aus dem 10. Jahrhundert

Vieles in den Texten klingt nach einer tatsächlichen Seefahrt. Beschreibungen von den Inseln decken sich oft mit anderen Mythen z.B. der von Frauen bevölkerten Insel der Amazonen aus der griechischen Antike.  Einiges klingt nach archetypischen Märchenmustern. Diese wiederum haben oft Bezug zur Anderwelt, dem Land außerhalb unseren Tagesbewusstseins.

So das wir annehmen können, das es sich hierbei um Geistreisen handelt. Im Schamanismus werden sie oft als Seelenflüge bezeichnet. Auch wenn die Begriffe unterschiedlich sind, beschreiben wir das gleiche. Trancreisen in eine andere Bewusstseinsebene.

In den Überlieferungen finden wir die Hinweise das diese Welten bei den Kelten noch sehr nahe beieinander lagen und mit der realen Welt verbunden war.  Bis sie sich durch den Einfluss des Christentums immer weiter voneinander entfernten.

Einer der schönsten Beschreibungen hierzu ist die neuzeitliche Erzählung die Priesterin von Avalon von Marion Zimmer-Bradley.

Auch wir machen uns auf die Reise um diese Welten kennen zu lernen. Ähnlich dem Schamanischen Reisen gibt es auch hierfür verschieden Möglichkeiten der Tranceerzeugung, die uns dabei unterstützen, mit den Wesen dieser anderen Welten in Kontakt zu treten.Z:B.Zauberhafte Musik vom silbernen Zweig 😉 Rasseln und Schnellen die einen feinen Klang erzeugen auf dessen Wellen unser Geist in die Anderwelt reisen kann.

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