walisisch – Irisch – gälisch – keltisch

Wir erleben hierbei ganz oft Begriffsverwirrungen.

Also versuchen wir es mal ganz einfach zu erklären.

Irland ist eine Insel an der Nordostseite von England. Dort leben die Iren. Sie sprechen ganz offiziell irisch, welche eine der alten gälischen Sprachen ist und ein Englisch mit irischem Akzent (Hiberno-English) der durch Einflüsse des Irisch-Gälischem entsteht.
Wer dort zu Besuch ist, dem fallen die – für uns oft – unentzifferbare Wörter auf Schildern und Landkarten auf. Unter oder neben dem Wort Dublin steht etwa Baile Átha Cliath (gesprochen blah kliie oder bailjah kliie). Das ist Gälisch.
Das Gälische, oder korrekt bezeichnet, das Goidelische ist eine der drei überlebenden Urpsrungssprachen der Kelten
Die Kelten waren verschiedene Stammesgruppen zur Eisenzeit, die sich durch ihre Sprache als verwandte Volkstämme identifizieren ließen. Das unterschied sie, laut den Aufzeichnungen der Römer, z.B. von den Germanen oder östliche lebenden Stämmen. Sprachwissenschaftlich wird zwischen Insel und festlandkeltisch unterteilt.
Ausgehend von einem Kern in Mitteleuropa (heutiges Süd bis Mitteldeutschland, Österreich, Schweiz) zur Zeiten der Hallstatt-Kultur im 6. Jahrhundert v. Chr. bis zur Größte keltische Ausdehnung, um 275 v. Chr. über Frankreich bis Spanien, Norditalien, hinauf nach England, Irland, Schottland.
Dort blieben am Ende der christlichen Invasion die ursprünglichen Kelten in ihrer Sprache und Kultur am längsten erhalten. Auf dem Festland verschwanden in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit sämtliche keltische Sprachen vor allem unter dem dominierenden Einfluss des Latein des römischen Reiches sowie durch die Ausbreitung der germanischen Sprachen.
Die östliche inselkeltische Gruppe, das Britannische oder auch Brythonische, umfasst das heutige Bretonische, das Kornische, das weitgehend unbekannte und nur mit wenigen Wörtern überlieferte Kumbrische in Nordengland sowie das Walisische (oder Kymrische).
Eine gemeinsame Vorstufe dieser Sprachen ist nicht belegt, doch die frühmittelalterlichen britannischen Sprachen waren sich so ähnlich, dass man sich vielleicht ohne weiteres verstanden hat. Das Bretonische, das heute noch in der Bretagne gesprochen wird, gelangte durch Siedler aus Cornwall nach Nordfrankreich, die vor den angelsächsischen Eroberern flohen.
Es ist neben dem Irischen, schottischem und walisischem Gälisch die vierte ursprünglich Keltische Sprache, die in Resten überlebt hat.

Croeso cynnes iawn! bedeutet “ Herzlich (warmes) willkommen“ in walisischem Gälisch, oder nur kurz croeso  also einfach Willkommen

wir können aber auch céad míle fáilte (1000faches Willkommen) sagen, das wäre es in irischem Gälisch

Es ist gar nicht so einfach – mal von der Aussprache abgesehen.

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