Das keltische Baumhoroskop

Natürlich darf auf einer druidischen Seite das keltische Baumhoroskop nicht fehlen.

Ogham Baum

Wir können davon ausgehen das die Kelten sehr naturverbundene Stämme waren, lebten sie doch ursprünglich in einem der dicht bewaldeten Gegenden Europas. Also waren Bäume ihre engsten Verwandten, sie gaben Schutz und teilweise Nahrung und wurden als Heilmittel eingesetzt.

Den Bezug der Druiden zu Bäumen finden wir in einigen römischen Geschichtsschreibungen bestätigt. Wie Plinius schon erwähnte, waren sie die Eichenkundigen.

Bäume war etwas besonders, schufen sie doch den Raum für den heiligen Hain. Sie hielten besonders die Eiche für erhaben und pflegten in ihrem Schatten ihren Göttern Opfer darzubringen. Als das Christentum sich ausbreitete, wurden solche Bäume oft mit Heiligenbildern geschmückt. Gerne wurden auch Kapellen auf solchen heiligen Stellen errichtet, um die alte heidnischen Gewohnheit auf den neuen Glauben zu übertragen.

Warum sollte es also nicht so etwas wie ein Baumhososkop gegeben haben. Lasst uns doch mal genauer hinschauen.

Im Keltischen Baumhoroskop finden wir Apfelbaum, Tanne, Ulme, Zypresse, Pappel, Zeder, Kiefer, Weide, Linde, Eiche, Ölbaum, Haselstrauch, Eberesche, Ahorn, Nussbaum, Kastanie, Esche, Hainbuche, Birke, Buche.

Wenn wir das so stehenlassen, müssen eine ganze Menge keltischer Stämme mitgearbeitet haben, da die Bäume ganz unterschiedliche geografischen Gegenden wachsen. Die Zypresse ist z.B. nicht in Nordeuropa heimisch, sondern wurde erst im 17. Jahrhundert nach England eingeführt.

Und in den Überlieferungen der Römer finden wir leider auch nichts Entsprechendes.

Woher kommt das keltisches Baumhoroskop dann und wie hat es sich so weit verbreitet, das es fast jeder kennt?

Der Ursprung liegt in der Regenbogenpresse –  wie sollte es auch anders sein. Im Auftrag eines französischem Mode und Lifestile Magazins hat eine angestellte Journalistin 1971 eine Horoskopreihe entworfen. Sie nahm dafür Elemente aus einem polnischen Gartenkalender und Bezug zum  „Baumhoroskop“ des englischen Schriftstellers Robert Grave. In seinem Buch „The White Goddess „ (1946) (Die weiße Göttin, 1948) er durch eine Zuordnung von Ogham-Zeichen zu einzelnen Bäumen versucht einen Bezug zum Jahreskreis herzustellen.  In der Benennung der einzelnen Schriftzeichen finden wir durchaus einige Baumnamen, aber leider nicht ausreichend viele mit entsprechender Bedeutung.

Trotzdem kann man im Zusammenhang mit dem Ogham und den einzelnen Bäumen eine solide Grundlage für die Arbeit im Jahreskreis schaffen.  Die Stufen Fions …..

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