Keltischer Jahreskreis

Viele neodruidische Grundlagen zur Feier der  Jahreskreisfeste, gehen auf die Schriftstücke von Edward Williams (Iolo ist die Koseform von Iorwerth/Edward)  zurück, eines walisischer Altertumsforscher, Dichter und Autors.

Er bediente sich alter Literatur, von der viele nach seinem Tod als Fälschung erkannt worden, mit der er diese weiterdauernde Tradition der Druiden in Wales unbeschadet den Einfall der Römer und die Christianisierung belegen wollte.

Die Jahreskreisfeste bezeichnete Iolo als Albans und in seinem Buch unter Weisheiten aufführt

„THE ALBANS.  They are as follows in the Book of Sion Howel Gwyn–the Book of Tre’rbryn:–  Alban Elved is the calend of October;

Alban Arthan is the calend of January;

Alban Eilir is the calend of spring;

Alban Hevin is the calend of summer.“

Mehr wissen wir davon leider nicht.

Eine andere Form des Keltischen Kalenders finden wir bei den neuen Druiden Englands. Deren Jahreskreis basiert auf dem Coligny Kalender, einem Artefakt, das im Jahres 1897 bei Ausgrabungen bei Coligny (Frankreich) gefunden wurde. Er wurde durch Spezialisten des Keltentums analysiert und stellt sich als eine recht umfassende Darstellung der Jahresberechnung in keltischer Sprache und römischer Schrift aus dem 9 Jahrhundert vor Chr. dar.

Sie rechneten in Großzyklen von 19 Sonnenjahren, die 235 Mondmonaten entsprachen.  So vereinigten sowohl Sonnensystem als auch Mondsystem, denn alle 19 Jahre stehen Sonne und Mond wieder in gleicher Relation zueinander. Es waren immer 62 Mond-Monate zu einer Einheit zusammengezogen. Das entsprach 5 Sonnenjahren von ungleicher Länge: 3 Jahre zu 12 Monaten und 2 Jahre zu 13 Monaten. Dieses wurde in Blöcke (Woche)von 14/15 Tagen unterteilt und gezählt.

Hier finden wir auch Nennungen von Feiertragen. Da der Kalender aber wegen der Berechnung von Sonnen und Mondverschiebung zwei zusätzliche Schaltmonate einbringt ist eine direkte Übertragung auf unseren heutigen Kalender schwierig.

Wir halten uns erst mal an die 4 Kardinalpunkten, die sich aus den Wende und Ausgleichspunkten der Sonne ergeben.

Sommersonnwende, 21. Juni

Wintersonnwende, 21. Dezember

Frühjahrstagundnachtgleiche, 21. März

Herbsttagundnachtgleiche, 21. September

Dazwischen finden wir die Mondfeste. Welche sich als ehesten mit einem Bauernkalender zur Bestimmung von Feldarbeit als Grundlage in Verbindung bringen lässt.

Samhain (=Allerheiligen), 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres

Imbolc (=Lichtmeß), 2. Februar, „Geburt des Lichts“, „Lichtbrauchnacht“

Beltane (=Walpurgis),  1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres

Lugnasad (= Maria Himmelfahrt), 1. August, „Hochzeit des Lichts“

Sie lassen sich kalendarisch auf die genannten Termine festlegen oder werden da es  sich ja um Mondfeste handelt am jeweilig passenden Mondstand gefeiert. Dunkelmond, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmende Mond.

 

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