Die Alraune

AlrauneViele Mythen ranken sich um diese auf den ersten Blick recht unscheinbare Pflanze.

Da die doppelzüngige Wurzel oft die Form eines Menschen mit zwei Beinen und Armen hat, hat man ihrem Wesen allerhand angedichtet.

So sollten sie ohrenbetäubend scheien, wenn man sie aus der Erde zog. Als Abwehrzauber scheint das ganz gut gewirkt zu haben und so wurde sie meistens in Ruhe gelassen.

Getrocknete Alraunenwurzel sollten Dämonen austreiben und  dem Haus Wohlstand, Fruchtbarkeit und Schutz bringen. Als Liebes und Stärkungsmittel sollten sie heilsam sein.

Wie viele Nachtschattengewächse sind sie giftig. Der Verzehr  kann zur Atemlähmung führen. Die toxische Wirkung wird durch die Alkaloide Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin hervorgerufen.

Das hält aber viele Neohexen und Druiden nicht davon ab sie im Garten anzupflanzen. Was aber nur selten gelingt. Die Heimat der Alraune ist der  Mittelmeerraum. Sie liebt es frostfrei und trocken. Bei uns geht sie daher meistens ein.

So robust sie erscheinen mag, ist die dennoch eine sehr anspruchsvolle Persönlichkeit.

Die mehrjährigen Pflanze kann eine bis zu 60 cm langen Wurzel ausbilden, so das die meisten Blumentöpfe sehr schnell zu klein werden.

Aus der Wurzel wächst eine bodennahe Rosette mit länglichen noppig gewellten Blättern. Wenn sie es gut mit einem meint und mit der Pflege zufrieden ist, dann lässt sie ab dem zweiten Jahr im Frühjahr mehrere glockenförmigen Blüten erscheinen.
Es gibt zwei Grundformen, quasi Geschwister. Die Mandragora autumnalis, die Herbstblühende wird oft als weibliche Variante bezeichnet, während die früh blühende als männliche Alraune gilt.

Wozu braucht man sie eigentlich? .. das erzähle ich euch ein andermal 😉

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